Mietendemo und MieterWerkStadt

Therese und FJ bei der MietendemoAm Wochenende des 14. April fand in Berlin eine große Demonstration gegen Verdrängung aus angestammten Wohngegenden statt. Die Teilnehmerzahlen schwanken zwischen 13.500 (Polizei) und ca. 30.000 der Veranstalter, in jedem Fall mehr, als die angemeldeten 4.000.

Hauptprotestgrund war die rasche Veränderung vom Wohnumfeld in der Stadt, die ein eher sprerriges Wort in den allgemeinen Sprachgebrauch eingeführt hat: Gentrifizierung, was umgangssprachlich so viel wie bedeutet wie Gutverdiener ziehen in die Stadt, Alteingesessene können sich ihre Kieze nicht mehr leisten. Damit wollen sich die Demonstranten nicht abfinden. Man kann auf bestimmte Lebensmittel verzichten oder ein Auto, auf die Wohnung nicht. Es geht um das Recht, auch innerhalb des S-Bahn-Ringes noch eine bezahlbare Wohnung zu bekommen.

Im Vorfeld dieser Demonstration gab es am 12. April eine MieterWerkStatt im Stadtteilzentrum in der Nehringstraße.

Es ging viel um die Situation vor Ort im Klausenerplatzkiez, auf den Heuschrecken zuletzt besonders scharf sind und wohl auch bereits ein paar Futterstellen gefunden haben. Dringend erwünscht ist Milieuschutz, der zwar schon von der  Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beschlossen wurde, aber noch irgendwo zwischen Aktendeckeln ruht. Dass das nicht das Allheilmittel ist, wissen die meisten, aber  es ist besser als nichts.

Die MieterWerkStadt möchte gerne mehr machen, um die Anliegen deutlicher darzustellen.
Geplant sind Kiezspaziergänge zu Häusern mit Leerstand. Der erste soll Anfang Mai sein.
Um zahlreiche Teilnahme wird gebeten.

 

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