Neue Entwürfe zum Preussenpark

So ganz neu ist das Thema ja nicht und der eine oder andere Ausschuss hatte sich in den letzten Jahren ja schon mit dem Park bzw. der dortigen „Thai-Wiese“ befasst. Diese war über die Jahre hin an den Wochenenden gewachsen und was sogar Touristinnen und Touristen freut, ärgert – wie so oft in Berlin – die Nachbarschaft. Warum hier die Aufstellung geeigneterer Müllcontainer nicht geklappt hat oder eine Art Patenschaft der thailändischen Botschaft, was seinerzeit angesprochen wurde, wissen wir nicht. Schließlich hat das Bezirksamt letztes Jahr beschlossen, dass der Markt eingeschränkt und reguliert werden soll. Schade eigentlich, dass hier keine selbstverwaltete Lösung gefunden wurde.

Entwurf mit Nachbarschaftsgärten und Food-Market im Südwesten der WieseNun soll der Park insgesamt umgestaltet werden, wofür ab 2020 Geld vorgesehen ist und dazu gab es im abgelaufenen Semester an der Technischen Universität ein Projekt mit Studierenden der Landschaftsarchitektur. Diese stellten heute ihre, teilweise recht einfallsreichen, Entwürfe in der Aula der Robert-Jungk-Oberschule vor und es gab die Möglichkeit, diese unter verschiedenen Gesichtspunkten mit Punkten zu bewerten. Interessanter war noch die Gelegenheit, mit den angehenden Architekten und Architektinnen ihre Entwürfe zu besprechen. Das Thema Barrierefreiheit ist bei allen bereits angekommen. Was Spielplätze betrifft, sah es unterschiedlich aus, was allerdings auch nicht Schwerpunkt der Planung war. Dass nur ein einziger Entwurf den derzeit heruntergekommenen, sogenannten „Senioren“-Spielplatz (er sollte lieber Erwachsenen-Spielplatz heißen) mitübernahm, war doch etwas enttäuschend.

Die meiste Zustimmung fanden ein Entwurf, der sich an der ursprünglichen Planung von Richard Thieme von 1905 orientierte und einer, der den Marktplatz dahin verlegte, wo sich derzeit der (verbesserungswürdige) Spielplatz befindet, der in die bewaldete Mitte des Parks rücken soll. Der Entwurf, der auch Nachbarschaftsgärten am nördlichen Rand vorsah, gefiel leider gar nicht so vielen der rund 150 Gäste.
In der anschließenden Diskussion mit Professorin Loidl-Reisch sowie den Stadträten Herz und Schruoffeneger wurden Befürchtungen, dass der Umbau nicht schnell genug verlaufen könnte, laut, während es ansonsten bis auf eine Störung durch zwei Frauen mit erhöhtem Aufmerksamkeitsbedürfnis recht freundlich zuging.

Der Moderator zeigte sich schließlich noch davon überzeugt, dass sich die Entwürfe doch gewiss bald auf den Seiten des Bezirksamts wiederfinden würden. Wir sind gespannt und geben den Link, wenn es ihn dann gibt, gerne weiter.

Und so sahen es andere:
* Herr Dobberke vom Tagesspiegel
* Herr Siebert von der Berliner Morgenpost
* Herr Vogel von der Berliner Woche

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