Die BVV kommt in der Zukunft an

Wir haben ja im Laufe der Jahre immer wieder unser Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) kritisiert, gerade wenn es um Bürgernähe, Transparenz und die Nutzung moderner Technik ging. Die aktuellen Nachrichten aus dem Rathaus nötigen uns allerdings höchsten Respekt ab. Ja, man muss auch loben können.

Dass sich unsere BVV nicht einfach damit zufrieden gibt, sich von der Corona-Pandemie zur Untätigkeit zwingen zu lassen, ist aller Ehren wert und im Sinne aller Menschen in Charlottenburg-Wilmersdorf. Der Plan, die April-BVV nicht abzusagen, sondern als Mumble-Sitzung durchzuführen, bedeutet einen grossen Sprung in Richtung Zukunft und zeigt doch, wie wichtig bei uns das Thema Digitalisierung genommen wird. Zwar gab es hier noch Bedenken zur Barrierefreiheit, die allerdings gewiss in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Gehörlosenbund zeitnah gelöst werden können. Wo sonst als im Bezirk, in dem Margarethe von Witzleben bekanntlich 1901 die erste Schwerhörigen-Selbsthilfe-Bewegung in der Welt gründete. Die notwendige Software soll bereits auf einem Server des Bezirks installiert sein und genaue Hinweise zur Anwendung werden in den kommenden Tagen auch auf den bezirklichen Seiten nachzulesen sein. Ob es auch eine Video-Erklärung dazu geben soll, ist noch nicht bekannt. Wenn gewünscht, sind wir gerne bereit, hier zu unterstützen.

Wir freuen uns herzlich, dass unser Bezirk als erster und nicht nur in Berlin mit zeitgemäßen, technischen Lösungen vorangeht und dabei selbst die Hightech-Metropole Krems an der Donau in den Schatten stellt.  Endlich wird es möglich sein, die BVV-Sitzungen auch von zu Hause aus zu verfolgen und alle Einwohnerfragen können öffentlich beantwortet werden, da kein Fragesteller oder Fragestellerin durch fehlende Anwesenheit auf die mündliche Beantwortung und die Möglichkeit einer Nachfrage verzichten muss. Dies ist auch im Interesse der regelmäßig anwesenden Presse und des interessierten Publikums.

Noch nicht ganz entschieden ist die Frage, welche Video-Software für die Ausschusssitzungen eingesetzt wird. Da hier weniger Teilnehmende erwartet werden, ist eine „sichtbare“ Teilnahme möglich und Abstimmungen zu Anträgen sind transparent nachvollziehbar. Hier soll bis spätestens zum Schulausschuss  am 06.04. ein Beschluss, ob nun Zoom oder jitsi von der IT-Abteilung installiert werden, erfolgen, die ebenfalls auf den Seiten des Bezirks rechtzeitig bekannt gemacht wird.

Wir PIRATEN gratulieren unserer BVV und unserem Bezirksamt, dass beide sich hier von ihrer fortschrittlichsten Seite zeigen und sich in Zeiten des Abstandhaltens nicht von den Bürgerinnen und Bürgern wie auch ihren Aufgaben zurückziehen. Gleichzeitig geben sie ein Signal aus der City-West mit ihren Wissenschafts- und Forschungsstandorten, an alle anderen Kommunen sowie ihre zahlreichen Partnerstädte, was Fortschritt, Bürgerfreundlichkeit und Teilhabemöglichkeiten betrifft. Danke!

Und wenn uns das Coronavirus verlassen haben wird, sollte es mit dem Livestream und späterer Dokumentation z. B. auf YouTube gewiss kein Problem mehr sein ……

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