Inklusiver Spielplatz? Geht doch. In Pankow

Wenn in der Zeitung etwas von der Eröffnung eines inklusiven Spielplatzes steht, werden PIRATEN hellhörig. Immerhin ist es inzwischen 7 1/2 Jahre her, dass wir nach akribischer Vorbereitung und Recherche unseren ersten Antrag zu diesem Thema an die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gestellt hatten. Es ist nicht der einzige und letzte geblieben.

Tatsächlich gibt es nun seit einer Woche einen Spielplatz, wie wir ihn uns vorgestellt haben, einen der alle Kinder, mit und ohne Behinderung, zur gemeinsamen Nutzung einlädt. Leider befindet er sich aber nicht in Charlottenburg-Wilmersdorf, sondern am anderen Ende der U2, in Pankow. Und wirklich hält die Ankündigung ihr Versprechen. Es handelt sich nicht nur um ein oder zwei inklusive Spielgeräte und ein bisschen gepflasteten Untergrund, wie sie in unserem Bezirk an einzelnen Stellen zu finden sind. Auf dem Spielplatz in der Dusekestraße gibt es mehrere Flächen für unterschiedliche Altersgruppen, auf denen junge Menschen mit oder ohne Beeinträchtigungen, seien diese nun motorisch, visuell, kognitiv usw., attraktive Angebote finden. Eltern oder andere Begleitpersonen können ebenfalls unterstützend herankommen, ohne an der Barriere Sandkiste zu scheitern.  So sollte es idealerweise überall sein.

Auch wir wissen, dass so ein Spielplatz teuer ist und aus Bezirksmitteln alleine kaum zu bauen ist. In der Pressemitteilung des Pankower Stadtrats wird beschrieben, wer sich hier noch und dankenswerterweise beteiligt hat. Allerdings darf auch Charlottenburg-Wilmersdorf „betteln“ gehen, ganz besonders wenn es sich dabei um eine ebenso gute wie überfällige Sache wie Inklusion von Anfang an (hier: auf dem Spielplatz) handelt. Von alleine geschieht sonst bekanntlich nichts und eine Erwähnung der Spielplätze im bezirklichen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist nur so viel wert, wie anschließend auch etwas getan wird.

Übrigens haben Bündnis 90/Die Grünen im Januar 2018 mit einer Großen Anfrage teilweise unser Begehren aufgegriffen und sich auch nach inklusiven Spielplätzen im Bezirk erkundigt.  Die (am 27.05.2020!) auf den Seiten des Bezirks vorzufindende Antwort „Aufgrund des personellen Engpasses erfolgt die schriftliche Beantwortung zu einem späteren Zeitpunkt.“ stimmt uns wenig hoffnungsfroh.

Hier noch ein paar Eindrücke vom vorbildlichen Spielplatz in der Dusekestraße mit der Bitte um Entschuldigung für die – es war schon etwas später am Tag und die Lichtverhältnisse entsprechend – mangelhafte Qualität der Aufnahmen.
Eingang zum Spielplatz mit Schild des Grünflächenamts Eingang zum Spielplatz Klettergerüst mit Seilen und anderen Elementen, die die Zugänglichkeit ermöglichen Klettergerüst aus anderer Perspektive Klettergerüst aus anderer Perspektive und Blick auf die verschiedenen Untergründe Sandkiste mit Nestschaukel Tischtennistisch mit abgerundeten Ecken Spielbereich für die Kleinen Detail Hängematte, kleine Wand mit Bewegungselementen Kletterturm mit Rutsche, Schiebespiel, Klangröhren Platz zum Sitzen und Chillen Ballspielplätze, einmal mit Toren, einmal mit Korb Bereich für größere Kinder mit Klettergerüst, Balancierelement und KarussellsBereich für größere Kinder aus anderer Perspektive

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