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Mrz 08

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Der Weltfrauentag – Ein notwendiges Ritual?

 

 

Alle Jahre wieder am 8. März wird der Weltfrauentag begangen, manchmal stellt sich die Frage, ob es wirklich nützt. Die Antwort ist ein Jein.

So gewann bei der 89. Oscarverleihung – nach einigen aufregenden Minuten – der Film „Moonlight“ als bester Film. Er schildert  die Geschichte eines jungen, homosexuellen farbigen Mannes. „Hidden Figures“ der von einer Gruppe farbiger Frauen bei der NASA handelt, die u.a. die Flugbahnen der Raketen für die Erdumrundungen berechnen, wurde nicht mit einem Preis bedacht, obwohl er es verdient hätte, denn er erzählt auf sehr eindrucksvolle Weise von doppelten Diskriminierungen sowohl als Frau wie als Farbige Anfang der 60er Jahre in den U.S.A.

In Deutschland behindert zwar nicht die Rassentrennung das Fortkommen von Frauen, aber trotz aller Klagen und Warnungen vor drohendem Fachkräftemangel, sind z.B. Mütter in keinem anderen europäischen Land so selten wie hier am Arbeitsleben beteiligt. Trotz vieler Versuche dieses zu ändern, wie z.B. Elterngeld, Elterngeld Plus und Vätermonate scheint sich die aus den 60er Jahren stammende Rollenverteilung zwischen Mann und Frau zu verfestigen. Einer der Hauptgründe: das Ehegatten-Splitting. Viele kritisieren es, aber niemand schafft es ab, denn es begünstigt vor allem die gutbürgerliche Ehe, bei der ein gut verdienender Partner, meist der Mann, der Alleinverdiener ist, hierzu können auch Facharbeiter zählen. Auch die Öffnungszeiten vieler Kitas sind für zwei Vollzeit arbeitende Partner nur mit externer Hilfe möglich, wie z.b. vor Ort wohnenden Angehörigen.

Speziell in der IT-Branche fühlen sich Frauen gegenüber ihren männlichen Kollegen benachteiligt und es gibt sehr viele Vorwürfe von Sexismus. [1] Das Silicon-Valley ist nach wie vor eine Domäne weißer Männer. Ansätze dieses zu ändern, sind aber erkennbar. [2]

PIRATEN stehen für eine Politik der freien Selbstbestimmung von geschlechtlicher und sexueller Identität bzw. Orientierung und somit auch für eine moderne Familienpolitik. Dazu gehört neben der Gleichstellung von Partnerschaften vor allem die Abschaffung des Ehegatten-Splittings. Und so lange unser Ideal „post-gender“ noch nicht allgemein erreicht ist, brauchen wir den 8. März als Weltfrauentag.

Quellen:

 

 

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